Kaution besser einordnen
Ein dokumentierter Zustand bei Einzug und Auszug erleichtert die Prüfung, ob ein geltend gemachter Schaden während der Mietzeit entstanden ist. Das ist wichtig, bevor über einen Einbehalt der Kaution entschieden wird.

Für den Schadensfall
Übergabeheft begleitet Vermieter und kleine Verwaltungen durch Einzug und Auszug. In einem Termin entstehen Protokoll, Fotos, Zählerstände, Schlüsselübersicht und Wohnungsgeberbestätigung für beide Seiten.
Wenn Belege fehlen
Papierprotokolle, Bilder auf dem privaten Telefon und nachgereichte Bescheinigungen trennen einen Vorgang, der zusammengehört. Später ist oft nicht mehr nachvollziehbar, was bei der Übergabe tatsächlich festgehalten wurde.
Ein Foto im Handyordner zeigt einen Schaden, aber häufig weder Raum noch Zeitpunkt. Die Verbindung zur konkreten Feststellung im Protokoll fehlt.
Zählerstände werden in der Hektik leicht übersehen oder nur handschriftlich notiert. Für die Betriebskostenabrechnung fehlt dann eine belastbare Ausgangs- oder Endablesung.
Ohne genaue Zahl bleibt offen, welche Haus-, Wohnungs- oder Kellerschlüssel übergeben wurden. Gerade beim Auszug kann das zu unnötigen Diskussionen führen.
Die Wohnungsgeberbestätigung wird oft erst angefragt, wenn der Mieter sie für die Anmeldung benötigt. Dann muss der Vermieter Informationen zusammensuchen, die beim Einzug schon vorlagen.
Ein Ablauf vor Ort
Übergabeheft führt durch die Räume und fragt genau die Angaben ab, die bei Einzug oder Auszug festgehalten werden sollten. Nach der gemeinsamen Prüfung erhalten beide Seiten das unterschriebene Protokoll.
Sie erfassen Räume, Zählerstände, Mängel und die Anzahl der Schlüssel direkt in der Wohnung. Fotos ergänzen die jeweilige Feststellung, statt getrennt auf dem Telefon zu bleiben.
Für den Einzug ergänzen Sie die Daten für die Wohnungsgeberbestätigung. Offene Punkte und Vereinbarungen werden im selben Vorgang dokumentiert.
Vermieter und Mieter unterschreiben das fertige Protokoll vor Ort. Anschließend liegt eine Fassung für beide Seiten vor.
Für den Übergabetermin
Die Funktionen folgen dem praktischen Ablauf von der ersten Raumprüfung bis zur unterschriebenen Übergabe.
Sie dokumentieren den Zustand nach Räumen und Bereichen. So bleibt erkennbar, wo eine Feststellung hingehört.
Zu jedem Mangel können Fotos direkt im Vorgang abgelegt werden. Bild und Beschreibung bleiben miteinander verbunden.
Strom, Gas, Wasser und weitere Zählerstände werden bei der Übergabe aufgenommen. Das schafft eine Grundlage für die spätere Abrechnung.
Wohnungs-, Haus-, Keller- und Briefkastenschlüssel werden mit ihrer Anzahl festgehalten. Die Rückgabe wird damit nachvollziehbar.
Beide Parteien bestätigen das Protokoll nach gemeinsamer Durchsicht. Die Unterschrift gehört zum selben Dokument wie die Feststellungen.
Die Angaben für die Bestätigung werden beim Einzug mitgeführt. Sie müssen nicht erst später aus dem Mietvertrag zusammengesucht werden.
Aus den erfassten Angaben entsteht ein ordentliches Übergabeprotokoll. Beide Seiten können eine Fassung ablegen.
Für mehrere Wohnungen können Sie Übergaben geordnet vorbereiten. Das hilft besonders bei kleinen Verwaltungen mit laufenden Mieterwechseln.
Für Vermieter und Verwaltungen
Ein vollständiger Ablauf ersetzt keine rechtliche Einzelfallprüfung. Er sorgt aber dafür, dass Tatsachen beim Termin geordnet und gemeinsam festgehalten werden.

Ein dokumentierter Zustand bei Einzug und Auszug erleichtert die Prüfung, ob ein geltend gemachter Schaden während der Mietzeit entstanden ist. Das ist wichtig, bevor über einen Einbehalt der Kaution entschieden wird.
Fotos, Zählerstände und Schlüsselzahl stehen nicht in getrennten Notizen oder Bildordnern. Die Unterlagen werden im Termin zusammengeführt.
Mieter sehen, was festgehalten wird, und unterschreiben dieselbe Fassung. Das schafft eine gemeinsame Grundlage für spätere Fragen.
Die Wohnungsgeberbestätigung wird beim Einzug nicht zur vergessenen Aufgabe. Die benötigten Angaben sind Teil des Übergabevorgangs.
Rechtlicher Rahmen
Übergabeheft orientiert sich an Vorgängen, für die Vermieter Unterlagen, Fristen und einen sorgfältigen Umgang mit Daten beachten müssen. Die folgenden Punkte sind gesetzlich nachprüfbar.
Der Wohnungsgeber wirkt bei der Anmeldung mit, indem er dem Meldepflichtigen den Einzug schriftlich oder elektronisch bestätigt. Die Bestätigung muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug erfolgen.
Grundlage: § 19 Absatz 1 Bundesmeldegesetz (BMG)Bei Wohnraummiete darf die vereinbarte Mietsicherheit das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne Betriebskosten nicht übersteigen. Der Mieter ist berechtigt, die Sicherheit in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen zu leisten.
Grundlage: § 551 Absatz 1 und 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Julien Jimenez ist Herausgeber und Autor der Fachbeiträge von Übergabeheft. Mehr zum Autor
Einfach kalkulierbar
Für gelegentliche Übergaben gibt es den Einzelkauf. Wer regelmäßig Wohnungen übergibt, nutzt das Abo mit unbegrenzten Protokollen.
Für Vermieter, die nur gelegentlich eine Wohnung übergeben.
2,90 Euroje Protokoll
Ohne Abonnement.
Für Vermieter mit wiederkehrenden Ein- und Auszügen.
7 Europro Monat
Monatlich kündbar in der Pilotphase.
Für kleine Verwaltungen und Genossenschaften mit mehreren Bearbeitenden.
19 Europro Monat
Für die gemeinsame Übergabeorganisation.
Alle Preise verstehen sich pro Zugang und zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten zum Einsatz von Übergabeheft in der Pilotphase.
Nein. Übergabeheft hilft dabei, den tatsächlichen Zustand und die Übergabeangaben geordnet festzuhalten. Bei Fragen zu Schadenersatz, Kaution oder individuellen Vertragsklauseln sollten Sie rechtlichen Rat einholen.
Ja. Der Ablauf ist für beide Termine gedacht. Beim Einzug unterstützt er zusätzlich die Vorbereitung der Wohnungsgeberbestätigung.
Typisch sind Angaben zu den Parteien, zur Wohnung, zum Zustand der Räume, zu Mängeln, Zählerständen und Schlüsseln. Welche zusätzlichen Punkte für Ihr Mietverhältnis sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall ab.
Fotos können den beschriebenen Zustand oder einen Mangel anschaulich ergänzen. Entscheidend bleibt, dass der Bezug zu Raum und Feststellung klar erkennbar ist.
Bei einem meldepflichtigen Einzug benötigt der Mieter die Bestätigung für die Anmeldung bei der Meldebehörde. Der Wohnungsgeber muss sie nach § 19 Absatz 1 BMG innerhalb von zwei Wochen nach Einzug ausstellen.
Ja. Das Einzelprotokoll kostet 2,90 Euro und ist für Gelegenheitsvermieter vorgesehen. Ein Abonnement ist dafür nicht erforderlich.
Sie können einen frühen Zugang oder eine Vorführung anfragen. Besonders hilfreich sind Rückmeldungen von Vermietern und kleinen Verwaltungen, die Übergaben selbst durchführen.
Übergabeheft Magazin
Fachbeiträge zu Protokollen, Zählerständen, Schlüsseln, Kaution und Wohnungsgeberbestätigung.
Der Auszugstermin entscheidet darüber, ob Zustand, Schlüssel und Zählerstände später noch belegbar sind. Dieser Leitfaden führt in klarer Reihenfolge vom Vorbereitungstag bis zur Übergabeakte.
Leitfaden startenEin Auszug mit beschädigter Innentür und offenen Betriebskosten zeigt, wie eine nachvollziehbare Abrechnung entsteht. Das Beispiel trennt Beweis, Rechnung und zulässigen Kautionseinbehalt.
Praxisfall lesenEine Übergabeakte braucht mehr als ein Formular für den Zustand der Wohnung. Dieser Beitrag ordnet die nötigen Dokumente, ihre Pflichtinhalte und eine passende Aufbewahrung ein.
Vorlagen prüfenPilotphase begleiten
Sie führen Wohnungsübergaben selbst durch und möchten den Ablauf mit Übergabeheft prüfen? Fragen Sie einen frühen Zugang, eine Vorführung oder ein Angebot an.
Nennen Sie uns kurz, ob Sie einzelne Wohnungen, einen kleinen Bestand oder eine Genossenschaft betreuen. So können wir die Vorführung auf Ihren Ablauf ausrichten.